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BPC-157 vs TB-500: Herkunft, Forschung und WADA-Status im Vergleich

BPC-157 vs TB-500 – die beiden Forschungspeptide werden oft in einem Atemzug genannt, haben aber in Herkunft und Aufbau wenig gemeinsam. BPC-157 ist ein Fragment aus 15 Aminosäuren, abgeleitet von einem Protein des Magensafts. TB-500 ist ein Fragment aus 7 Aminosäuren von Thymosin beta-4, einem Protein, das in fast allen Säugetierzellen vorkommt. Hier erfährst du, woher die beiden Peptide stammen, wie sie gebaut sind, in welchen präklinischen Forschungsfeldern sie untersucht werden, was in unserem 10 + 10 mg Blend steckt und warum beide auf der WADA-Verbotsliste stehen.

BPC-157 vs TB-500: zwei Peptide mit unterschiedlicher Herkunft

Der Name BPC-157 steht für „Body Protection Compound“. Anfang der 1990er-Jahre beschrieb die Arbeitsgruppe um Predrag Sikirić in Zagreb ein Protein aus menschlichem Magensaft und nannte es BPC. BPC-157 ist eine synthetische Teilsequenz dieses Proteins mit 15 Aminosäuren – deshalb die Bezeichnung Pentadecapeptid.

TB-500 beruht auf Thymosin beta-4 (Tβ4), einem Protein aus 43 Aminosäuren. Es wurde zuerst in Extrakten der Thymusdrüse beschrieben und später in nahezu jedem Zelltyp gefunden. Seine bekannteste Aufgabe ist die Bindung von Aktin, dem Protein, das das innere Gerüst der Zelle bildet. TB-500 bildet genau den kurzen Abschnitt von Tβ4 nach, der für diese Aktinbindung verantwortlich ist.

Der erste Unterschied bei BPC-157 vs TB-500 ist also die Quelle: Das eine stammt von einem Verdauungsprotein, das andere von einem Protein, das das Zellskelett reguliert.

Sequenz und Aufbau: BPC-157 vs TB-500 auf Molekülebene

  • BPC-157 hat die Sequenz Gly-Glu-Pro-Pro-Pro-Gly-Lys-Pro-Ala-Asp-Asp-Ala-Gly-Leu-Val (15 Aminosäuren) und ein Molekulargewicht von etwa 1.419 Da. Die drei aufeinanderfolgenden Proline machen die Kette vergleichsweise starr. In Laborstudien wird es als für ein Peptid dieser Größe ungewöhnlich stabil in Magensaft beschrieben.
  • TB-500 hat die Sequenz Ac-Leu-Lys-Lys-Thr-Glu-Thr-Gln (7 Aminosäuren), die Positionen 17 bis 23 von Thymosin beta-4, mit acetyliertem N-Terminus. Das Molekulargewicht liegt bei etwa 889 Da. Das Motiv LKKTETQ ist die Aktin-Bindungsstelle des vollständigen Proteins.

BPC-157 ist damit etwa doppelt so lang und hat keinen direkten Bezug zu Aktin. TB-500 ist ein kurzes Motivpeptid, dessen Funktion sich aus dem Mutterprotein ableitet. Für deine Analytik heißt das: andere HPLC-Bedingungen und andere Massen, die du im Analysenzertifikat prüfst.

Forschungsfelder: wo BPC-157 und TB-500 untersucht werden

Beide Peptide tauchen in der Forschung zur Geweberegeneration auf – deshalb werden sie so oft verglichen. Die konkreten Fragestellungen unterscheiden sich aber.

BPC-157 wird vor allem in Nagetiermodellen für Läsionen im Magen-Darm-Trakt untersucht, was zu seiner Herkunft passt, außerdem in Modellen für Sehnen-, Band- und Muskelverletzungen. Weitere präklinische Arbeiten befassen sich mit der Gefäßneubildung (Angiogenese) und Wechselwirkungen mit dem Stickstoffmonoxid-System. Einen Überblick über diese präklinische Literatur geben Seiwerth et al. (Current Pharmaceutical Design, 2018).

Thymosin beta-4, das Mutterprotein von TB-500, wird zu Zellmigration, Aktindynamik und in Wundmodellen erforscht. Untersucht wurde es etwa in einem Wundmodell an Ratten von Malinda et al. (Journal of Investigative Dermatology, 1999) und in kardialen Zellmodellen von Bock-Marquette et al. (Nature, 2004). Wichtig: Der Großteil dieser Literatur arbeitet mit dem vollständigen Protein aus 43 Aminosäuren, nicht mit dem Fragment aus 7 Aminosäuren. Zum TB-500-Fragment selbst gibt es deutlich weniger veröffentlichte Daten.

BPC-157 vs TB-500: wie die Datenlage aussieht

Bei beiden Peptiden ist die Datenlage fast ausschließlich präklinisch: Zellkultur, Gewebemodelle, Tierversuche. Eine systematische Übersichtsarbeit von Vasireddi et al. (HSS Journal, 2025) zu BPC-157 in der orthopädischen Forschung kam zu dem Ergebnis, dass die verfügbaren Daten überwiegend aus Tiermodellen stammen. Für TB-500 als Fragment gibt es keine abgeschlossenen klinischen Studien, die Aussagen über den Menschen erlauben würden.

Das ändert, wie du den Vergleich lesen solltest. BPC-157 vs TB-500 ist keine Frage, welches Peptid „stärker“ ist – kein Studiendesign stützt eine solche Rangfolge. Es ist eine Frage, welchen molekularen Mechanismus dein Versuchsdesign untersuchen soll: ein vom Magensaft abgeleitetes Peptid mit breiter präklinischer Datenbasis oder ein Aktin-Bindungsmotiv eines gut charakterisierten Proteins.

BPC-157 und TB-500 in einem Vial: der 10 + 10 mg Blend

Weil beide Peptide in überlappenden Forschungsfeldern untersucht werden, betrachten manche Versuchsdesigns sie gemeinsam. Dafür liefern wir den BPC-157 / TB-500 Blend: ein versiegeltes Vial mit 10 mg BPC-157 und 10 mg TB-500, festes Massenverhältnis 1:1, insgesamt 20 mg Peptid. Der Vorteil: in jeder Probe dasselbe Verhältnis und nur ein Lösungsschritt. Die Grenze: Das Verhältnis lässt sich nicht ändern. Brauchst du ein anderes Verhältnis oder jede Verbindung einzeln, nimmst du die Einzel-Vials BPC-157 (5 und 10 mg) und TB-500 (5 und 10 mg).

WADA und Rechtsstatus: BPC-157 vs TB-500

Beide Peptide sind im Sport jederzeit verboten. Die WADA-Verbotsliste nennt BPC-157 in der Klasse S0 (nicht zugelassene Substanzen) und führt Thymosin beta-4 und seine Derivate, ausdrücklich auch TB-500, in der Klasse S2 (Peptidhormone, Wachstumsfaktoren und verwandte Substanzen). In Deutschland setzt die NADA diese Liste um.

Weder BPC-157 noch TB-500 ist Stand Oktober 2026 in der EU oder in den USA als Arzneimittel zugelassen; beim BfArM gibt es für keines der beiden eine Zulassung. Beide werden als Forschungschemikalien für das Labor verkauft und sind nicht zur Anwendung an Mensch oder Tier bestimmt.

BPC-157 vs TB-500: die Vergleichstabelle

MerkmalBPC-157TB-500
HerkunftTeilsequenz eines Proteins aus menschlichem MagensaftFragment (Positionen 17–23) von Thymosin beta-4
Länge15 Aminosäuren (Pentadecapeptid)7 Aminosäuren (Heptapeptid), N-acetyliert
SequenzGEPPPGKPADDAGLVAc-LKKTETQ
Molekulargewichtca. 1.419 Daca. 889 Da
HauptforschungsfelderMagen-Darm-, Sehnen-, Band- und Muskelmodelle, AngiogeneseAktinbindung, Zellmigration, Wund- und Gewebemodelle
DatenlageÜberwiegend präklinischÜberwiegend präklinisch, meist zum vollständigen Tβ4
WADAVerboten (S0)Verboten (S2)
Zugelassenes ArzneimittelNeinNein
Vials bei peptidebio5, 10 mg5, 10 mg

Den Blend mit je 10 mg beider Verbindungen findest du separat, wie oben beschrieben.

Häufige Fragen zu BPC-157 vs TB-500

Ist TB-500 dasselbe wie Thymosin beta-4?

Nein. Thymosin beta-4 ist ein Protein aus 43 Aminosäuren. TB-500 ist ein synthetisches Fragment aus 7 Aminosäuren, das dessen Aktin-bindenden Abschnitt (Positionen 17 bis 23) nachbildet.

Warum gibt es BPC-157 und TB-500 als Blend?

Beide werden in überlappenden präklinischen Forschungsfeldern untersucht. Ein vorgemischter Blend gibt Versuchsdesigns, die beide Verbindungen betrachten, in jeder Probe dasselbe Verhältnis von 1:1.

Ist der BPC-157 TB-500 Blend laut WADA verboten?

Ja. Beide Bestandteile stehen auf der WADA-Verbotsliste, BPC-157 in Klasse S0 und TB-500 in Klasse S2. Damit ist auch der Blend verboten.

Kann ich BPC-157 und TB-500 in Deutschland für die Forschung bestellen?

Ja, wir versenden aus unserem Lager in den Niederlanden mit Sendungsverfolgung nach Deutschland und Österreich. Beide Peptide werden ausschließlich als Forschungschemikalien geliefert. Sie sind keine vom BfArM oder der EMA zugelassenen Arzneimittel und nicht zur Anwendung am Menschen bestimmt.

Quellen und weiterführende Infos zu BPC-157 und TB-500

  • Sikirić P et al. (1993). Erstbeschreibung von BPC aus Magensaft. Journal of Physiology (Paris).
  • Seiwerth S et al. (2018). Übersicht zur präklinischen BPC-157-Forschung. Current Pharmaceutical Design.
  • Vasireddi N et al. (2025). Systematische Übersicht zu BPC-157 in der orthopädischen Sportmedizin. HSS Journal.
  • Malinda KM et al. (1999). Thymosin beta-4 in einem Wundmodell. Journal of Investigative Dermatology.
  • Bock-Marquette I et al. (2004). Thymosin beta-4 in kardialen Zellmodellen. Nature.

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Ausschließlich für die Laborforschung. Nicht zur Anwendung an Mensch oder Tier. Kein Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel, Lebensmittel oder Kosmetikum. Dieser Überblick fasst veröffentlichte Forschung zusammen und ist keine Dosierungs- oder medizinische Empfehlung.